Ältere Menschen und chronisch Kranke sollten rechtzeitig vor der Grippesaison ihren Impfschutz vervollständigen. Die Grippeschutzimpfung ist eine der wenigen Schutzimpfungen, die jedes Jahr mit dem aktuellen Grippeschutz-Impfstoff wiederholt werden muss, damit sich das Immunsystem auf die neuen Viren einstellen kann. Nach der Impfung bildet der Körper Abwehrstoffe gegen die gerade aktuellen Grippeviren. Kommt der Betreffende in Kontakt mit den Erregern, kann sein Abwehrsystem schnell reagieren und die Viren abwehren.

Die Grippeschutzimpfung des vergangenen Jahres schützt nicht gegen die Influenzaviren, die für den Winter 2010 / 2011 erwartet werden. Nur mit einer jährlichen Impfung können sich gefährdete Personen sicher schützen. Sie sollte im Herbst durchgeführt werden, da die Krankheit gehäuft zwischen November und April auftritt und der Körper nach der Impfung 14 Tage benötigt, um einen vollständigen Immunschutz aufzubauen. Eine Grippeimpfung wirkt gut sechs Monate lang.

Influenza hat nichts mit grippalem Infekt zu tun

Die Influenza hat nichts mit dem grippalen Infekt zu tun, der meistens nach ein paar Tagen überstanden ist. Die Influenza, auch Virusgrippe genannt, ist eine schwerwiegende Erkrankung, die besonders bei älteren Menschen über 60 und immunschwachen Menschen zu schlimmen Komplikationen, z. B. einer bakteriellen Lungenentzündung, führen kann. Diese Infektionen sind auch die häufigste Ursache für Todesfälle nach einer Influenza. Viele Komplikationen, die bei einer echten Grippe in kurzer Zeit zum Tod führen können, treten nicht auf, wenn der oder die Betreffende geimpft ist.

Für die Grippe ist ein Virus verantwortlich. Er wird in der Regel von einem Menschen, der sich bereits angesteckt hat, auf einen anderen übertragen, zum Beispiel beim Husten oder Niesen. Er befällt dann die unteren Atemwege. Bei jungen Menschen, die sonst gesund sind, heilt die Grippe in der Regel nach einigen Wochen wieder ab. Ältere Menschen oder Patienten mit einer Vorerkrankung – zum Beispiel einer Abwehrschwäche, mit Asthma, Zuckerkrankheit oder einer anderen Grunderkrankung – sind jedoch akut gefährdet.

Genesung kann mehrere Wochen dauern

Wenn die Krankheit ausbricht, bekommt der Betroffene in der Regel hohes Fieber. Kopfschmerzen, Abgeschlagenheit und Gliederschmerzen kommen hinzu. Die Genesung kann mehrere Wochen dauern. Häufig leiden die Patienten während dieser Zeit an einem trockenen, sehr quälenden Husten.

Zu den besonders gefährdeten Personen gehören:
  • Personen über 60 Jahre
  • Erwachsene, Jugendliche und Kinder mit chronischen Herz-Kreislauf-, Lungen-, Leber- oder Nierenkrankheiten
  • Diabetiker und andere Personen, die an Stoffwechselkrankheiten leiden
  • Patienten, die eine immunsuppressive Therapie (zur Schwächung / Unterdrückung des Immunsystems) erhalten haben, zum Beispiel Organtransplantierte
  • Personen mit Immundefekten, zum Beispiel AIDS
  • Bewohner von Alten- und Pflegeheimen
  • Personen mit erhöhter Gefährdung, zum Beispiel medizinisches Personal
  • Personen in Einrichtungen mit umfangreichem Publikumsverkehr
  • Personen, die als mögliche Infektionsquelle für von ihnen betreute ungeimpfte Risikopersonen fungieren können

Ältere Menschen über 60 Jahre und immunschwache Personen sollten die Chance nutzen und sich gleichzeitig auch gegen Pneumokokken impfen lassen.

Auch an Impfung gegen Lungenentzündung denken

Die Pneumokokken sind Erreger der Lungenentzündung, die in der kalten Jahreszeit besonders häufig auftritt. Die besonders gefährdete Bevölkerungsgruppe ist die gleiche wie bei der Influenza. Und wie schon bei der Influenza verlaufen bei diesem Personenkreis die Erkrankungen besonders schwerwiegend. Die Pneumokoken-Impfung muss nur alle sechs Jahre wieder aufgefrischt werden.

Die niedergelassenen Ärzte in Nordrhein beraten bei allen Fragen rund um das Thema Schutzimpfung, und in der Regel kann die Impfung auch gleich in der Praxis durchgeführt werden.

Mehr Infos zur Grippe beim Robert-Koch-Institut

 

 
 
 
 
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