Aufklärung und Ratschläge für den Hyposensibilisierungspatienten
Die Neigung zu Allergien ist eine Veranlagung, die sich bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen (bis 35 Jahre) besonders stark auswirkt. Sie nimmt mit steigendem Alter meist ab. Die Hyposensibilisierung ist eine Arznei, die gezielt gegen das Allergen gerichtet ist, das die Beschwerden auslöst. Hauptaufgabe der Hyposensibilisierung ist, daß sich aus dem anfangs leichten Schnupfen und Husten keine chronischen Erkrankungen der Nasen- und Lungenschleimhäute entwickeln. Eine völlige Beschwerdefreiheit ist mit der Hyposensibilisierung nur in seltenen Fällen zu erreichen. Die Verhinderung der chronischen Krankheiten der Schleimhäute ist aber so wichtig, daß Sie den Arzt in seinem Therapieverfahren dringend unterstützen sollten.
Folgende Reaktionen können nach der Spritze auftreten und deshalb müssen Sie:
- 30 Minuten nach jeder Spritze in der Praxis bleiben
- nach den 30 Minuten dem Arzt sagen, ob Sie die Spritze gut vertragen haben
- den Arzt über folgende Beschwerden informieren:
- Niesreiz und rinnende Nase
- Juckreiz in den Augen, Augenbrennen, tränende Augen
- Husten, Atembeschwerden
- Allgemeines Unwohlsein, Schwindel oder Schwächegefühle
- Juckreiz und/oder Schwellungen an entfernten Hautstellen (z.B. Handflächen oder Fußsohlen)
- Brennen oder Juckreiz auf der Zunge, im Mund- und Rachenbereich.
Stellt sich bei Ihnen eines der oben genannten Symptome ein, wenn Sie die Arztpraxis bereits verlassen haben, so kehren Sie bitte in die Arztpraxis zurück, oder unterrichten Sie den Arzt telefonisch darüber.
- Reaktionen beobachten und mitteilen: Damit Ihr Arzt eine für Sie optimale Therapie durchführen kann, sollten Sie ihm beim nächsten Injektionstermin mitteilen, wie Sie Ihre letzte Behandlung vertragen haben. Machen Sie diese Mitteilung auch dann, wenn sich evtl. auch nur leichte Begleiterscheinungen einstellten.
- Keine körperliche Anstrengungen: Vermeiden Sie übermäßige körperliche Anstrengungen bis 24 Stunden nach jeder Spritze. Nehmen Sie vor und nach jeder Spritze keine alkoholischen Getränke zu sich.
- Injektionstermine: Halten Sie im Interesse des Therapie-Erfolgs die abgesprochenen Injektionstermine sorgfältig ein. Sprechen Sie bei Terminverschiebungen (Urlaubs- oder Dienstreisen etc.) rechtzeitig mit Ihrem Arzt.
- Wenn Sie erkältet sind, setzen Sie mit der Therapie einmal aus. Unterrichten Sie aber bitte den Arzt rechtzeitig vorher.
- Schwangerschaft: Bei einer eintretenden Schwangerschaft ist der Arzt zu verständigen, da er über eine Weiterführung bzw. Unterbrechung der Therapie zu entscheiden hat.
- Schutzimpfungen: Sollten bei Ihnen Schutzimpfungen notwendig sein, so lassen Sie diese nur nach Absprache mit Ihrem Arzt durchführen.
- Verkehrstüchtigkeit: Nach einer Injektion kann eine leichte Müdigkeit auftreten. Beobachten Sie sich als Autofahrer kritisch.
- Die aufklärenden Hinweise zur Hyposensibilisierung habe ich gelesen. Eventuelle Behandlungsrisiken wurden mir vom behandelnden Arzt erläutert.
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