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Schimmelpilzallergie

Schimmelpilze sind mikroskopisch kleine Organismen, die in einer großen Zahl auftreten und aus vielen Zellen bestehen. Die Sporen der Pilze unterscheiden sich in Größe, Form und Farbe bei den verschiedenen Schimmelpilzarten. Diese mikroskopisch kleinen Pilzsporen oder auch manchmal Bruchstücke von Schimmelpilzorganismen können, wenn sie eingeatmet werden, allergische Reaktionen auslösen. Die Sporen schweben in der Luft und werden vom Wind weiterverbreitet.

Von den zahlreichen bekannten Schimmelpilzarten sind lediglich etwa 20 bis 30 als Auslöser von Allergien bekannt. Eine Schimmelpilzallergie kann sich äußern durch Niesanfälle, Schnupfen, Husten, Asthma, Magen-Darm-Beschwerden, Nesselfieber, Migräne, Konzentrationsschwierigkeiten oder Gelenkbeschwerden. Die durch Schimmelpilzsporen ausgelösten Krankheitssymptome können sowohl ganzjährig als auch saisonal auftreten.

Vorkommen von Schimmelpilzen

Schimmelpilze wachsen überall dort, wo es feucht ist und organisches Material vorhanden ist. Jeder kennt Schimmelpilze, die auf verdorbenen Nahrungsmitteln wachsen. In der Natur findet man eine erhöhte Konzentration von Schimmelpilzsporen u.a. auf Blätterhaufen, Kompost, Brennholzstapeln und unter Laub. Eine hohe Luftkonzentration an Pilzsporen besteht insbesondere in Monaten mit feuchtem Klima und häufigem Wetterwechsel.

Typische Schimmelpilzquellen in Wohnungen sind feuchte Mauern, feuchte Stellen hinter Tapeten und Textilien, Holzverschalungen und Kachelwände, darüber hinaus Klimaanlagen, Matratzen, Polstermöbel und Luftbefeuchter. Mit höheren Konzentrationen von Schimmelpilzsporen ist unter anderem in lange nicht gelüfteten Räumen zu rechnen, außerdem in Räumen mit einer generell höheren Luftfeuchtigkeit (Bad, WC), in Kellern und in Gewächshäusern.

Pilzsporen in Innenräumen treten in zunehmendem Maße nicht zuletzt auch daher als Allergenträger auf, da in Neubauten oftmals für längere Zeit unbemerkt Feuchtschäden als Folge konstruktiver Baumängel auftreten. Die von Schimmelpilzen für ihr Wachstum benötigten bestimmten Temperaturvoraussetzungen sowie eine bestimmte Umgebungsfeuchtigkeit findet man so in den Wohnungen durch mangelnde Belüftung, ungünstige Möblierung, durch Kondenswasserbildung und ähnliches. Pilzbefall auf Baumaterialien lässt sich hierbei nur schwer dauerhaft beseitigen. In der Regel müssen Tapeten, Putz und Fugen tief gesäubert werden.Als wichtigste Maßnahme zur Verhinderung des Schimmelpilzwachstums dient ausreichendes Lüften, vor allem an Stellen, die durch Möbel etc. schlecht zugänglich sind.

Schimmelpilze in der Nahrung

Nicht nur über die Luft wird der menschliche Körper täglich mit Schimmelpilzen bzw. deren Sporen konfrontiert. Auch Nahrungsmittel stellen eine Quelle möglicher Allergene dar. Die Anzahl der nutritiv (über das Essen) sensibilisierten Schimmelpilzallergiker ist allerdings wesentlich geringer als die derjenigen, die auf die eingeatmeten Schimmelpilzprodukte reagieren. Wenn jedoch bei einem Schimmelpilzallergiker Symptome nach dem Verzehr von Nahrungsmitteln z.B. in Form von Magen-Darm-Beschwerden beobachtet werden, ist an eine Schimmelpilzallergie auf Nahrungsmittel zu denken.

Nahrungsmittel können natürlicherweise mit Schimmelpilzen kontaminiert sein. Hierzu zählen sowohl Nahrungsmittel, die offensichtlich verschimmelt sind, als auch solche, bei denen verschimmelte Zutaten z.B. in Obstsaft, Obstessig, Wein oder Tomatenketchup verwendet worden sein können. Außerdem werden Schimmelpilze als Starterkulturen/ Veredler (z.B. Roquefort, Wein) eingesetzt oder ihre Stoffwechselprodukte z.B. Enzyme zur Be- und Verarbeitung von Produkten verwendet.

Tipps bei Schimmelpilzallergie

  1. Wohnung oder Haus sollten stets gut gelüftet sein. Die relative Luftfeuchtigkeit sollte zwischen 40 und 50 % liegen.
  2. Regelmäßiges Stoßlüften. Nicht vom warmen ins kalte Zimmer Lüften.
  3. Auf Stockfleckenbildung hinter Schränken, Kacheln und Holzverkleidungen achten.
  4. Küchenabfälle nicht liegen lassen.
  5. Obst und Gemüse im Kühlschrank lagern.
  6. Lebensmittel möglichst frisch verzehren und unnötige Lagerzeiten vermeiden.
  7. Auf Zimmerpflanzen im Schlafbereich verzichten.
  8. Luftbefeuchter von Heizkörpern entfernen.
  9. Klimaanlage regelmäßig warten und reinigen.
  10. Bei Gartenarbeit darauf achten, nicht zu intensiv mit abgestorbenen Pflanzenteilen und Kompost in Kontakt zu kommen.
 
 
 
 
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