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Heuschnupfen - was löst ihn aus?

Allergischen Schnupfen teilt man grob in zwei Gruppen:
Es gibt den durch Bäume, Gräser oder Kräuter ausgelösten allergischen Schnupfen zur Pollenzeit und den allergischen Schnupfen, der durch andere Stoffe verursacht wird und das ganze Jahr über auftreten kann.

Heuschnupfen: Allergischer Schnupfen zur Pollenzeit

Heuschnupfen ist keine Krankheit unserer modernen Zivilisation.
Schon seit Tausenden von Jahren gibt es Berichte über Pollenallergien.

Welche Pollen können eine Allergie auslösen?

Windbestäubung:
In der Regel sind es Pollen von Pflanzen, die durch den Wind bestäubt werden

Starke Pollenproduktion:
Zur Sensibilisierung des Körpers ist eine ausreichende Menge von Pollen in der Luft notwendig

Weite Verbreitung:
Leichte, nicht klebende Pollen werden mit dem Wind zwischen 50 und 300 km weit getragen und steigen bis in Höhen von 1500 Meter

Der richtige Aufbau:
Pollen müssen bestimmte Stoffe auf ihrer Oberfläche tragen, die eine Allergie überhaupt auslösen können (Eiweißstoffe)

Drei Gruppen von Pollen sind in Deutschland die Hauptauslöser des Heuschnupfens:
  • Zwischen Februar und Mai frühblühende Bäume
  • Zwischen Mai und Juli und Mitte August bis Mitte September Gräser und Getreide
  • Im Frühherbst bestimmte Kräuter
Kräuter

Die häufigste Form ist die Allergie gegen Gräserpollen. Gräserpollenallergiker, Baumpollenallergiker und die Menschen, die gegen beides allergisch sind, machen ¾ aller Heuschnupfenpatienten aus.

Mehr als die Hälfte aller bei uns heimischen Heuschnupfenpollen gehören einer Gruppe von etwa einem Dutzend Pflanzen an. Es lohnt sich also, herauszufinden, wogegen man allergisch ist, um den Kontakt möglichst zu minimieren. Ganz vermeiden läßt er sich nicht. Untersuchungen haben ergeben, daß der Mensch während der Blühzeit pro Tag ungefähr 4.000 bis 8.000 (!) Pollen einatmet. Bei einem Allergiker reicht aber der Kontakt mit 40 bis 50 Pollen, um Symptome auszulösen.

Allergischer Schnupfen das ganze Jahr über

Neben Pollen können auch viele andere natürlich vorkommende Substanzen Beschwerden hervorrufen, die dem Heuschnupfen ähnlich sind. Diese Beschwerden können während des ganzen Jahres auftreten.

Tiere
Die häufigsten Auslöser sind:
  • Tierhaare (bes. von Katze, Hund, Pferd und Nagetieren)
  • Hausstaub (bzw. die Ausscheidungen der Hausstaubmilbe)
  • Schimmelpilze
  • Nahrungsmittel
  • Medikamente
Die Symptome, die durch diese Stoffe ausgelöst werden, sind weitgehend die gleichen wie beim Pollen-Heuschnupfen:
  • Die Allergie auf Tierhaare ist in der Regel besonders heftig.
  • Die Hausstaubmilbe lebt in jedem Haushalt, auch bei großer Hygiene und Sauberkeit. Sie findet es dort am schönsten, wo wir selbst viele Stunden verbringen - im Bett. Aber auch Polstermöbel und Teppiche sind ihre bevorzugten Aufenthaltsorte. Wer besonders morgens nach dem Aufwachen oder auch nach einem Mittagsschlaf unter Symptomen leidet, sollte an die Hausstaubmilbe denken.
  • Auch Schimmelpilze kommen überall in unserer Umgebung vor – nicht nur in verdorbenen Nahrungsmitteln, sondern in Pflanzenerde oder in feuchten Wänden und Kellern.
  • Die Nahrungsmittel können selbst allergischen Schnupfen verursachen oder auch in Verbindung mit Pollen. Dann spricht man von "Kreuzallergien". Ein Bsp.: Wer auf frühblühende Bäume allergisch reagiert, bekommt häufig auch durch Äpfel, Birnen, Kirschen oder Pfirsiche Beschwerden (Stein- oder Kernobst). Wer gegen Gräserpollen allergisch ist, verträgt oft auch keine Hülsenfrüchte, Karotten oder Sellerie. Manchmal ist es so, daß diese Patienten außerhalb "ihrer" Pollensaison diese Nahrungsmittel gut vertragen können.
 
 
 
 
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