Albumin im Urin
Früherkennung für Veränderungen der Nierentätigkeit
Bei der Nierendiagnostik gehört die Messung von Albumin, einem Eiweißstoff, im Urin zu den wesentlichen Bausteinen. Sie ist ein sehr empfindlicher Fühler für eine Veränderung der Nieren. Bei Diabetikern wird der Test eingesetzt, um möglichst früh eine diabetische Nephropathie oder einen schlecht eingestellten Diabetes zu erkennen. Erhöhte Werte der Kreatininmessung zeigen eine Niereninsuffizienz erst viel zu spät an (vgl. Kreatinin).
Unterschiedliche Testverfahren sind möglich.
Wie der Test durchgeführt wird, kann unterschiedlich sein. Möglich ist die Abgabe von Mittelstrahlurin am frühen Morgen, oder die Sammlung des gesamten Urins von 24 Stunden. Dieses Verfahren wird häufig gewählt, wenn auch noch verschiedene andere Test durchgeführt werden sollen. Die Messung mit Hilfe eines Teststreifens ist auch in der Routine kein Problem.
Normwerte
Die normalen Werte sind:
- weniger als 20 µg/min bei einer zeitlich befristeten Sammlung.
Auswertung
Eine Mikroalbuminurie liegt bei folgenden Werten vor:
- 20 - 200 mg/l beim ersten Morgenurin
- 30 - 300 mg/24 Std. bei der 24 stündigen Urinsammlung
Eine Makroalbuminurie liegt bei folgenden Werten vor:
- mehr als 200 mg/l beim ersten Morgenurin
- mehr als 300mg/24 Std. bei der 24 stündigen Urinsammlung
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