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Definition des Durchfalls

Durchfall oder eine Diarrhoe liegt immer dann vor, wenn mehr als drei Stuhlentleerungen (bei Kindern mehr als fünf Stühle) innerhalb von 24 Stunden stattfinden, wenn der Stuhl durch erhöhte Flüssigkeitsmenge zu dünnflüssig ist und wenn das Stuhlgewicht zu hoch ist.

Die noch als normal bezeichnete Stuhlfrequenz ist individuell sehr unterschiedlich und hat von drei Stühlen pro Tag bis zu drei Stühlen pro Woche keinen behandlungsbedürftigen Krankheitswert.

Ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal besteht bei Durchfall in der Dauer der Erkrankung. Man spricht von einer akuten Diarrhoe, wenn die Symptome plötzlich beginnen und über wenige Tage bis Wochen anhalten. Die akute Diarrhoe hat eine sehr hohe Selbstheilungsrate und kann üblicherweise mit der Gabe geeigneter Glucose-Elektrolyt-Lösungen (Zucker-Salz-Lösungen), entsprechender Ernährungsanpassung und gegebenenfalls mit einer symptomatischen Behandlung durch Medikamente rasch kontrolliert werden. Jenseits von einer vierwöchigen Erkrankungsdauer wird der Durchfall als chronisches Beschwerdebild bezeichnet. Dieser Form liegt meist eine chronische Darmerkrankung zugrunde, zum Beispiel eine Colitis ulcerosa oder ein Morbus Crohn, eine Nahrungsmittelallergie oder Enzymstörung.

Chronisch rezidivierende Durchfallformen zeichnen sich dadurch aus, daß Perioden mit Durchfall über mehrere Wochen anhalten können, die aber von durchfallfreien Zeiten unterbrochen werden.

 
 
 
 
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