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Amöbenruhr

Die Amöbenruhr wird durch sog. Ruhramöben (Entamoeba histolytica) verursacht. Weltweit geht man von ca. 500 Millionen Infizierten aus, wobei die Mehrheit der Betroffenen in tropischen Ländern lebt und von den sog. „apathogenen“ Amöbenstämmen infiziert ist, die keine Beschwerden verursachen. Die „pathogenen“ Ruhramöben, die das Krankheitsbild der Amöbenruhr verursachen, können in die Darmwand eindringen und bewirken in der Folge schmerzhafte, blutige (himbeer-geleeartige) Durchfälle. Diese Beschwerden können Monate anhalten und unbehandelt zu Entzündungen und Geschwüren des Dickdarms führen. Die Erreger können gelegentlich auch über den Blutweg die Leber und selten auch andere Organe befallen und schädigen. In diesem Fall spricht man von Amöbenabszessen, die zu Schmerzen und hohem Fieber ohne Durchfallbeschwerden führen können. Durch eine mikroskopische Stuhluntersuchung können die Ruhrbakterien nachgewiesen werden.

Übertragung

Je niedriger der hygienische Standard, umso größer das Infektionsrisiko. Die Übertragung erfolgt durch unsauberes Trinkwasser- und/oder Nahrungsmittel, z. B. ungewaschene Früchte, Gemüse etc.

Schutz

Gute Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene

 
 
 
 
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