Reisen bei Magen-Darmerkrankungen
Magenschleimhautgeschwüre
Bei Magenschleimhautgeschwüren ist auf eine Einnahme von Acetylsalicylsäure-Präperaten und ähnlichen Medikamenten, die im Ausland zur Fieber und Schmerzbehandlung überall erhältlich sind, unbedingt zu verzichten. Besprechen Sie mit Ihrem Arzt medikamentöse Alternativen zur Therapie von Fieber und Schmerzen.
Hepatitis
Nach einer akuten Hepatitis sollte eine Schonung von 3 Monaten nach Normalisierung der Leberwerte erfolgen.
Hämorrhoiden
Bei ausgeprägten Hämorrhoidalleiden sollten Sie mit Ihrem Arzt besprechen, inwiefern er unter Umständen eine vorgezogene operative Sanierung für erforderlich hält. Bei feuchtheißem Klima kann dies Leiden, vor allem bei zusätzlicher Erkrankung an Durchfall sehr lästig werden.
M. Crohn und Colitis ulcerosa
Sollten Sie wegen chronischer Verstopfung, M. Crohn oder Colitis ulcerosa auf eine bestimmte Diät (faserreiche / -arme Kost) einhalten, sollten Sie bedenken, daß Sie im Ausland möglicherweise Ihre Diät modifizieren können. Häufig wird aus übertriebener Furcht vor Infektionen sämtliches Obst und Gemüse gemieden. Abgekochte oder gebratene Speisen sind in Restaurants weitgehend (vorausgesetzt, das Personal beachtet beim Anrichten der gebratenen Speisen die Hygienevorschriften), selbst zubereitet praktisch völlig unbedenklich. Bei Früchten, die geschält werden, waschen Sie erst die ungeschälte Frucht, dann Ihre Hände, bevor sie die Frucht schälen. Salat sollte heiß gewaschen werden. Achten Sie unbedingt auf eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme. Hierbei gelten bei heiß-trockenem Wetter mindestens 3,5 Liter pro Tag zuzüglich Ernährung. Der Urin sollte immer eine helle, klare Färbung haben. Dunkelgelber Urin ist (u.a.) ein Zeichen eines Flüssigkeitsmangels. Eine Reduktion der Trinkmenge zum Zwecke der Verminderung der Schweißneigung bei heißem Klima ist lebensgefährlich! Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist darüber hinaus für eine gute Verdauung unerläßlich. Nach kurzer Zeit reguliert sich die anfangs übermäßige Schweißneigung von selber. Bedenken Sie, daß eine Cortisontherapie, (z.B. bei M. Crohn) vor allem im Zusammenhang mit intensiver Sonneneinstrahlung durch Schwächung des Immunsystems eine deutliche Herabsetzung der Infektionsabwehr bewirken kann.
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