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Thrombose

Nach tiefen Beinvenenthrombosen ist häufig zur Vermeidung des postthrombotischen Syndromes das Tragen von Kompressionsstrümpfen oder Strumpfhosen erforderlich. Dies gilt (leider) in besonderem Maße in heißen Klimazonen, wo durch Erschlaffung und Volumenzunahme der Venen der venöse Abfluß aus den Beinen stärker beeinträchtigt ist als in gemäßigten Zonen. Das heißt, Sie benötigen die Stützstrümpfe dann am dringendsten, wenn diese Ihnen am lästigsten erscheinen.

Vermeiden Sie langes Sonnenbaden. Viel günstiger ist es, sich in der Sonne zu bewegen, spazierenzugehen usw. Teilweise kann man den Effekt der Kompressionsstrümpfe durch Hochlagern des Beines ersetzen. Hierbei nicht im Hüftgelenk stark abknicken, Unterschenkel nicht nur an einer Stelle (Tischkante o.ä.) sondern breitbasig auflegen!

Lassen Sie sich von Ihrem Arzt ein Merkblatt über die Wechselwirkung von anderen Medikamenten und Marcumar sowie eine Tabelle über Vitamin K Gehalt von Lebensmitteln geben. Bedenken Sie, daß eine Umstellung der Ernährung auf viel Obst und Gemüse in heißen Ländern zugleich meist Vitamin K reiche Kost bedeutet. Sie benötigen möglicherweise mehr Marcumar. Besprechen Sie mit Ihrem Arzt, ob es in Ihrem Fall sinnvoll ist, vor Beginn der Reise mit einer (geringfügigen) Umstellung auf Vitamin K haltigere Kost zur Überprüfung des Marcumarbedarfes unter engmaschiger Quickwertkontrolle zu beginnen. Bedenken Sie, daß die Quickwerteinstellung bei Diarrhoe wegen verminderter Vitamin K - und Marcumarresorption erhebliche Schwierigkeiten bereiten kann. Darüber hinaus verwendet der Arzt am Urlaubsort möglicherweise andere Reagenzien bei der Quickwerteinstellung. Führen Sie für den Fall einer Marcumarüberdosierung Konakion mit.

Vermeiden Sie unfallträchtige Sportarten. Bei oraler Antikoagulation ist eine Einnahme von Acetylsalicylsäure-Präperaten und ähnlichen Medikamenten, die im Ausland zur Fieber und Schmerzbehandlung überall erhältlich sind, kontraindiziert. Besprechen Sie mit Ihrem Arzt medikamentöse Alternativen zur Therapie von Fieber und Schmerzen.

Lassen Sie sich bei der Buchung einer Reise einen Platz reservieren, wo Sie das erkrankte Bein ausstrecken oder hochlagern können (z.B. Sitz am Gang, rechte Seite bei Thrombose links, in Flugzeugen z.B. Fensterplatz hinter dem Notausstieg, da dann vor Ihnen ein Sitzplatz fehlt). Bedenken Sie bei längeren Ausflügen mit öffentlichen Verkehrsmitteln, daß die Sitzreihen meist dichter stehen als in Deutschland, das kann sehr unbequem und eng werden. Sehr ungünstig ist es, längere Zeit eingeklemmt zu sitzen oder zu stehen.

Achten Sie unbedingt auf eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme. Hierbei gelten bei heiß-trockenem Wetter mindestens 3,5 Liter pro Tag zuzüglich Ernährung. Der Urin sollte immer eine helle, klare Färbung haben. Dunkelgelber Urin ist (u.a.) ein Zeichen eines Flüssigkeitsmangels. Eine Reduktion der Trinkmenge zum Zwecke der Verminderung der Schweißneigung bei heißem Klima ist lebensgefährlich! Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist darüber hinaus für eine gute Verdauung unerläßlich. Nach kurzer Zeit reguliert sich die anfangs übermäßige Schweißneigung von selber.

 
 
 
 
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